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Xerostomie: Warnsignal für schlechte Asthmakontrolle

74535 Spanische Wissenschaftler haben den Beweis dafür erbracht, dass Asthmapatienten, die an Mundtrockenheit (Xerostomie) leiden, ihre chronische Atemwegserkrankung nur schlecht im Griff haben.

 

Ob ein Asthmatiker auch an einer schweren Xerostomie leidet, kann also für den Pneumologen von großer Bedeutung sein, wenn es darum geht, das Level der Krankheitskontrolle zu beurteilen.

Bei der Xerostomie handelt es sich um eine subjektive Trockenheit des Mundes aufgrund einer Speicheldrüsendysfunktion. Rund 50 Prozent aller Menschen jenseits des 60. Lebensjahres sind davon betroffen; bei stationär behandelten Patienten können es sogar mehr als 90 Prozent sein. Die Xerostomie ist eine Begleiterscheinung bei vielen Erkrankungen und beeinträchtigt neben der Mundgesundheit auch die Lebensqualität.

Inhalative Corticosteroide als Teil einer Asthmatherapie besitzen eine sehr geringe Bioverfügbarkeit und wirken hauptsächlich lokal und somit auch über die Mundschleimhaut. Welche Auswirkungen inhalative Corticosteroide dort haben, sei bislang kaum untersucht worden, fanden die Autoren der aktuellen Studie.

Sie analysierten die Daten von 57 Asthma-Patienten und 17 gesunden Probanden und konnten bestätigen, dass ein großer Teil der Asthma-Patienten an Xerostomie litt. „Unsere Daten deuten darauf hin, dass Therapien mit hohen Dosierungen inhalativer Corticosteroide die Produktion des Speichelproteins MUC5B senken, dass eine protektive Wirkung auf die Wangenschleimhaut besitzt”, erklärt Prof. Pedro José Romero Palacios von der Universität Granada und Hauptautor der Studie. Das führt zu Xerostomie und im Allgemeinen auch zu einer schlechteren Asthmakontrolle, wenn der Patienten deshalb nicht therapieadhärent ist.

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